Puerto Rico - Die Griechen der Karibik

Puerto Rico kämpft gegen die Staatspleite und neu auch gegen Kuba. Der Gouverneur hat eingeräumt, er könne die Schulden nicht zurückzahlen.

Sie kommen wegen des weissen Sandes am Flamenco Beach oder des Regenwaldes El Yunges; lange galt der Tourismus als wichtiges wirtschaftliches Standbein Puerto Ricos. 4,2 Millionen Menschen besuchten die Karibikinsel 2013, es sind vor allem Amerikaner, die hier visumfrei ihre Ferien verbringen. Doch seit der Annäherung zwischen den USA und Kuba droht den Hoteliers und Gastronomen Puerto Ricos ernsthafte Konkurrenz. Bald dürfte Kuba überrannt werden von amerikanischen Teenagern – eine weitere Hiobsbotschaft für die 3,5 Millionen Einwohner Puerto Ricos, von denen 45 Prozent unterhalb der Armutsgrenze leben, viele ohne geregelte Arbeit sind und die wenigen Dollars aus dem Tourismus bitter nötig haben. Noch mehr schlechte Nachrichten kann das Land nicht gebrauchen.

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Puerto Rico zieht eine neue Generation von Kleinbauern heran

Greg Allen & Marisa Penaloza berichten von einer Entwicklung in Puerto Rico, die man auch in Europa stärken sollte: Die Produktion eigener gesunder Lebensmittel durch die Verbraucher selbst. Während in Deutschland und Österreich aber vornehmlich von privaten Aktionen zu hören bzw. zu lesen ist, werden derartige Maßnahmen von der dortigen Regierung aktiv gefördert. Dieses Beispiel sollte auch bei uns Schule machen – finden wir Netzfrauen. Darum haben wir den Artikel auch für Sie übersetzt.

Überraschenderweise deckt Puerto Rico seinen Bedarf an Lebensmitteln nur in sehr geringem Umfang – und das, obwohl es eine tropische Insel mit den besten Voraussetzungen dafür ist. Jahrzehnte der Industrialisierung haben dazu geführt, dass 80 % des Bedarfs in das US-Territorium eingeführt werden. Es gibt aber erste Anzeichen für einen Wandel.

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Dominikanische Republik: Kleine Messis in der Karibik

Die Eltern liegen am Strand der Karibik, ihre Kids jagen dem Ball hinterher. Dieses Angebot macht das Luxusresort Casa de Campo in der Dominikanischen Republik in Kooperation mit dem FC Barcelona.

Wenn die Fußballexperten nicht irren, gewinnt der FC Barcelona am 6. Juni in Berlin das Finale der Champions League gegen den krassen Außenseiter Juventus Turin. Ein paar Wochen später können Fußballtalente aus der ganzen Welt nachahmen, was ihre Idole Messi, Neymar oder Suarez auf den Platz zaubern. Unter der Anleitung von professionellen Trainern finden im Luxusresort Casa de Campo an der Südostküste der Dominikanischen Republik zwischen dem 29. Juni und dem 7. August ingesamt sechs fünftägige Fußballcamps statt. Dies geschieht im Rahmen einer Partnerschaft zwischen der lokalen Organisation FCBEscola und dem frischgebackenen spanischen Meister Barcelona Futbol Club, die der Talentsichtung dient. Die Spanier pflegen ein weltweites Scouting, um möglichst früh die Messis von morgen zu entdecken und in ihrer eigenen Fußball-Jugendakademie "La Masia" in Barcelona auszubilden.

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Kuba: Zwischen Armut und Unterdrückung

Kuba – das Land der Träume und Sehnsüchte. Für die meisten Menschen hat Kuba noch immer diese romantische Komponente. Das Handelsembargo durch die USA hatte Kuba als eines der letzten kommunistischen Regimes vom Rest der Welt isoliert. Im September reist Papst Franziskus genau dorthin, wo der Vatikanstaat, diplomatisch gesehen, zu einem Tauwetter in der politischen Eiszeit zwischen den USA und Kuba verholfen hat. Die Armut der Menschen vor Ort ist jedoch weiterhin nicht zu übersehen, und viele Kubaner wollen einfach nur weg, erzählt im Gespräch mit Radio Vatikan Pater Castor José Alvarez Deveza, Leiter der päpstlichen Missionswerke auf der Insel.

„Der Staat sagt, dass jeder Dollar aus Verdiensten aus dem Ausland rund zwei Pesos für die Kubaner wert sei. Ein Dollar ist normalerweise zwanzig Pesos oder mehr wert. Also gehen circa neunzig Prozent an den Staat und zehn Prozent an den Dienstnehmer. Die Zukunft sieht also vielleicht einen Arbeiter, der ein wenig mehr verdient, aber weiterhin wenige Freiheiten genießt. Man spricht nicht von Freiheit für uns, sondern nur von Möglichkeiten für die Ausländer.“

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Kuba: Traurige Tropen unter Castro

Die konservative französische Zeitung «Le Figaro» kommentiert am Mittwoch den Besuch von Frankreichs Staatspräsident François Hollande in Kuba:

«Lenin ist tot, Stalin auch, und (dem früheren kubanischen Präsidenten) Fidel Castro geht es offensichtlich nicht besonders gut. Doch das ist unerheblich. Bei Sozialisten, Kommunisten und bei den Ökologen nennt man die Begegnung zwischen (Präsident) François Hollande und dem Diktator in La Havanna "historisch". Die Linke in Frankreich steht in Europa allein mit ihrer Sympathie für abscheuliche Personen. Unter Castro gab es Hinrichtungen und Verhaftungen. Er hat seine Insel in ein tropisches Gulag verwandelt, Homosexuelle verfolgt und hat in 56 Jahren weder Zeit noch Lust gehabt, freie Wahlen zu organisieren.»