Karibik statt Kanaren - MSC Opera fährt im Winter ab Havanna

Eigentlich sollte die MSC Opera im Winter 2015/16 die Kanaren ansteuern. Doch die Reederei änderte den Plan. Das Schiff kreuzt jetzt in der Karibik.

MSC Kreuzfahrten stationiert die "MSC Opera" in der kommenden Wintersaison 2015/16 in der kubanischen Hauptstadt Havanna. Von dort bricht das Schiff mit Platz für 2120 Passagiere zu 16 Karibik-Kreuzfahrten auf, teilt die Reederei mit. Die Gäste können dabei zweieinhalb Tage in Havanna verbringen. Die "MSC Opera" wurde kürzlich erst verlängert und umfassend modernisiert.

Eigentlich sollte das Schiff im Winter zu den Kanaren sowie nach Madeira und Marokko aufbrechen. Diese Reisen wurden annulliert. Passagiere, die bereits gebucht haben, werden von MSC kontaktiert und über Alternativen informiert, so das Unternehmen.

Steinmeiers historische Kuba-Reise

Noch nie war ein bundesdeutscher Außenminister auf Kuba. Nun reist Frank-Walter Steinmeier für zwei Tage in den Karibikstaat. Er setzt damit auch ein Zeichen, das zur jüngsten Annäherung zwischen den USA und Kuba passt.

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Kuba: Zwischen Armut und Unterdrückung

Kuba – das Land der Träume und Sehnsüchte. Für die meisten Menschen hat Kuba noch immer diese romantische Komponente. Das Handelsembargo durch die USA hatte Kuba als eines der letzten kommunistischen Regimes vom Rest der Welt isoliert. Im September reist Papst Franziskus genau dorthin, wo der Vatikanstaat, diplomatisch gesehen, zu einem Tauwetter in der politischen Eiszeit zwischen den USA und Kuba verholfen hat. Die Armut der Menschen vor Ort ist jedoch weiterhin nicht zu übersehen, und viele Kubaner wollen einfach nur weg, erzählt im Gespräch mit Radio Vatikan Pater Castor José Alvarez Deveza, Leiter der päpstlichen Missionswerke auf der Insel.

„Der Staat sagt, dass jeder Dollar aus Verdiensten aus dem Ausland rund zwei Pesos für die Kubaner wert sei. Ein Dollar ist normalerweise zwanzig Pesos oder mehr wert. Also gehen circa neunzig Prozent an den Staat und zehn Prozent an den Dienstnehmer. Die Zukunft sieht also vielleicht einen Arbeiter, der ein wenig mehr verdient, aber weiterhin wenige Freiheiten genießt. Man spricht nicht von Freiheit für uns, sondern nur von Möglichkeiten für die Ausländer.“

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Tourismus: Immer mehr US-Bürger reisen nach Kuba

Im ersten Quartal des laufenden Jahres haben offiziell 60.979 US-Bürger die Karibikinsel Kuba besucht. Dies geht aus dem aktuellen Bericht des US-Handelsministeriums (U.S. Department of Commerce) hervor. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres reisten 56.647 Amerikaner nach Kuba, in Zeiten des Tauwetters zwischen Washington un Havanna beträgt die Steigerung in diesem Jahr acht Prozent.

Zu Beginn des Jahres hatten die USA die Bestimmungen für Reisen nach und Geschäfte mit Kuba erleichtert. US-Bürger, die eine allgemeine Erlaubnis für Reisen auf die Insel haben, müssen keine speziellen Genehmigungen mehr beantragen. Nach US-Recht gibt es rund ein Dutzend legaler Gründe (Familienbesuche, Reisen aus religiösen Gründen oder zu Bildungszwecken), um dorthin zu reisen. Da „normales“ Reisen nach Kuba aber weiterhin nicht erlaubt ist, nehmen viele US-Bürger einen Umweg über Mexiko oder den Bahamas in Kauf.

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Kuba: Traurige Tropen unter Castro

Die konservative französische Zeitung «Le Figaro» kommentiert am Mittwoch den Besuch von Frankreichs Staatspräsident François Hollande in Kuba:

«Lenin ist tot, Stalin auch, und (dem früheren kubanischen Präsidenten) Fidel Castro geht es offensichtlich nicht besonders gut. Doch das ist unerheblich. Bei Sozialisten, Kommunisten und bei den Ökologen nennt man die Begegnung zwischen (Präsident) François Hollande und dem Diktator in La Havanna "historisch". Die Linke in Frankreich steht in Europa allein mit ihrer Sympathie für abscheuliche Personen. Unter Castro gab es Hinrichtungen und Verhaftungen. Er hat seine Insel in ein tropisches Gulag verwandelt, Homosexuelle verfolgt und hat in 56 Jahren weder Zeit noch Lust gehabt, freie Wahlen zu organisieren.»