KaribikMagazin

Technik von SMA versorgt eine Karibik-Insel mit Strom


Niestetal. Die kleine, weitgehend unbekannte Karibikinsel St. Eustaz (Kleine Antillen) ist – ökologisch gesehen – die wahrscheinlich sauberste der gesamten Region.

Denn seit Kurzem deckt das zu den Niederlanden gehörende Eiland seinen Stromverbrauch nahezu komplett aus Sonnenenergie. Möglich wird dies durch ausgeklügelte Technik aus dem Hause SMA in Niestetal, bei der ein Solarkraftwerk, ein leistungsfähiger Batteriespeicher und ein Dieselgenerator miteinander kombiniert werden.


Am Tag produziert die Solaranlage allein genügend Strom, um die knapp 4000 Einwohner zu versorgen. Dabei gleichen die intelligenten Wechselrichter und der große Speicher in Seekundenbruchteilen die schnellen Wolkenbewegungen mit entsprechenden Auswirkungen auf den Solarertrag aus. Nach Angaben von SMA ist die Netzstabilität der in Europa vergleichbar.

In der Regel schalten sich nachts die Dieselgeneratoren ein, Selbst wenn diese ausfallen, gewährleisten die Batterien die Versorgung, bis bei Sonnenaufgang das moderne Solarkraftwerk anspringt. Mit der neuen SMA-Lösung sinken Dieselverbrauch und Wartungskosten erheblich. Jährlich werden der Umwelt 4500 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid erspart. Finanziert wurde das Projekt vom niederländischen Staat, der die Insel auf diese Weise unabhängiger von Ölimporten machen will.

Sogenannte Insellösungen – als hybride Kraftwerke, die verschiedene Energieträger miteinander kombinieren – gehören zu den Spezialitäten von SMA.